Die Sache mit dem Teich

Oder: Wenn die Scheisse bis zum Hals steht, dann heb’ das Kinn.

Ich sitze hier am Tisch, mein Kopf ist voll mit allem möglichen Scheiss und er fühlt sich an, als ob er jeden Augenblick platzt. Also der richtige Zeitpunkt, das mit der Öffentlichkeit zu besprechen und es jedem zu erzählen.

Ja ne, doch. Also weil ich denke (ja, das kann ich auch.), dass es vielen Menschen so geht und nicht nur mir. Nun, eigentlich hoffe ich nicht, dass es vielen Anderen so geht. Sei es drum. Ich weiss, dass der Austausch untereinander und das darüber reden, in jedem Fall hilft. Und ich tue mich schwer “richtige Unterhaltungen“ im “Real Life“ zu führen. Besser nur ich rede. ;-)

Nun, ich versuche jetzt also nieder zu schreiben was mich bewegt, um mir, aber vielleicht auch euch zu helfen und habe wieder mal die Zeit im Nacken sitzen. (“Schatz, ich bin in 30 Minuten mit dem Sport fertig. Du dann auch, oder?!“ Toll…)

Wo liegt denn nun das Problem?

Wir, oder ich, bauen einen ehemaligen Teich zu einer Terrasse um. Sie soll sich der alten Terrasse anfügen aber sich visuell davon abheben. Später soll der Pool der Kinder dort stehen. Letztes Jahr stand er auf der Wiese. Sehr schief, und das Gras war danach im Eimer.

Der alte Teich war betoniert. Falls ihr euch jetzt gefragt habt, was das bitte für ein Teich war, aus dem man eine Terrasse bauen kann, zeige ich euch mal ein Bild.

Eigentlich ist er ganz schön gewesen. Aber was schön bleiben soll, muss gepflegt werden. Und da kommen wir dann ins Stolpern. Wir selbst haben diesen Teich nicht gebaut, sondern der Vorbesitzer des Hauses und wir hatten nun nicht wirklich Zeit, uns um diesen Teich zu kümmern.

Zurück zum Thema.

Wir haben also das Wasser raus gelassen, die Fische neu untergebracht, der Schildkröte ein neues Zuhause gegeben, bzw. mein Papa. Danach hat mein Schwager, mit dem Bagger eines Freundes, den betonierten Flusslauf um den Teich herum entfernt. Die große Weide wollten wir behalten, aber der Wind hier hatte andere Pläne.

Dann wurde das Loch des Teiches gefüllt und begradigt und daraufhin habe ich begonnen zu mauern. Nicht das ich das könnte…

Vorne im Bild sieht man die Mauer, welche den Teich von der Terrasse trennte. Sinnvoll. Aber nun echt im Weg. Die haben wir entfernt.

Auf der rechten Seite des Teiches sieht man, dass der Teich keine Mauer hat, sondern einen sanften Abstiegt. (?) Einstieg? Ja sowas halt.

Genau diesen haben wir auch entfernt und genau dort bin ich nun am mauern. Und da ich das nicht kann und die Steine sacke-schwer sind, bin ich teilweise echt am Ende. Und weil ich das Chaos auf zwei Beinen bin, benutze ich dann oft auch noch die falschen Materialien, mache Dinge gar nicht, weil ich einfach keinen Bock habe (“Ach, das ist doch Unsinn, braucht kein Mensch.“) oder habe mich schlicht nicht gut genug informiert. (Thema: Kupferrohr)

Aber: ich bin hartnäckig. Ich zeige euch mal ein aktuelles Bild vom Teich, nicht erschrecken.

Jap. Zwischendurch sah es wirklich schlimm aus. Gestern habe ich noch zwei weitere Steine eingebaut. Als nächstes wird wohl alles mit Beton gefüllt und dann verputzt und wieder eine Reihe der Buntgranit Steine oben drauf gesetzt. Irgendwie, auch wenn es nicht wirklich schön ist, wollte ich den alten Teich erhalten. Nicht einfach nur platt machen. Vorne Links die Ecke werde ich reparieren und hoffentlich ästhetisch abschliessen.

Auf den Boden kommt Schotter, wird verdichtet und danach der Rest mit Rhein-Kies aufgefüllt. Irgendwann wird die restliche Terrasse neu gepflastert. Bis dahin muss versuchen, einen optisch schönen Übergang zwischen Platten und Kies zu entwickeln.

Und nun kommen wir auf mein Gejammer am Anfang zurück. Ich habe all das noch nie gemacht. Und Nein, es spricht nichts dagegen die Dinge neu zu lernen. Aber um das mal in Zeiten der Neurodivergenz klar auszudrücken: Es ist sau schwer so viele verschiedene Dinge einfach mal neu zu lernen. Also für mich. Vielleicht auch für dich. Aber vielleicht nicht für deinen Nachbarn.

Es ist das Neuerlernen der vielen Dinge, das perfekt machen wollen, dieser neuen Fähigkeiten. Plus die täglichen Aufgaben, die zu erledigen sind, die ich auch perfekt machen will, oder zufrieden erledigen möchte, für andere, für mich, meine Kinder, mein Mann. Die Dinge, die ich jetzt sofort machen möchte, heute noch, in den nächsten 24 Stunden.

Und ich feststellen muss das 24 Stunden einfach immer zu wenig ist. Das meine Energielevel echt hoch ist, aber nur für 18 Stunden Power reicht und das Beton einfach so verkackt viel wiegt, das es mir Energie für 3 Stunden nimmt.

Zwischendrin bin ich erkältet, gehe mit dem Hund, mache Sport und Essen und betreue meinen Online Shop und die Produkte und schreibe diese Zeilen…

In wenigen Tagen fahren wir mit unseren Liebsten in den Urlaub. Und ich bin gezwungen einfach nichts zu machen. Ich werde es genießen…

Und falls es dir genauso geht, dein Kopf fast platzt, dann erzähl’ es mir. Ich kann jetzt besser zuhören. :-)

Ich zeige euch noch ein paar Bilder vom Fortschritt der letzten Monate:

Ich lege jetzt mal keine Filter über die Bilder, ich glaube ihr kommt auch mit der Realität klar.

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Die Sache mit Dem Kupferrohr