Wöchentliches Update #4
So, warum genau schaffe ich es nicht, in einer entspannten Atmosphäre mit viel Zeit zu schreiben? Yes, ich weiß warum. Na ja, einer Stunde ab jetzt:
Los gehts wieder mit dem Garten. Nach wie vor verbringe ich wirklich die meiste Zeit des Tages draußen. Und liebe es! Gerade aktuell passiert da so viel. Im Augenblick ziehe ich die ersten Gemüsepflanzen auf.
Zu Weihnachten wünsche ich mir immer einen Samengut-Adventskalender und freue mich dann echt schon darauf, das Zeuch ein zu pflanzen. (Hat sie jetzt echt “Zeuch“ statt “Zeug“ geschrieben? Ja!) Und jetzt ist es endlich soweit und ich darf los legen. Auf der Fensterbank stehen drei verschiedene Sorten Tomaten, Paprika, Chilli, Physalis und Salat. Der Salat sieht wie immer etwas mickrig aus. den versuche ich jetzt wieder wochenlang groß zu ziehen und am Ende kauft man dann doch die kleinen Pflänzchen aus dem Geschäft.
Draußen, in einem der vorderen Hochbeete, gedeiht bereits der Kohlrabi (Ja, den esse ich echt gerne.) und diverse Kräuter als Fallback. Denn hinten im Garten wachsen davon auch verdammt viele, aber manchmal sind sie “leer“ und müssen sich erholen.
Im Hochbeet im Gewächshaus habe ich derweil Rucula, Feldsalat, Koriander (Der geht sicher wieder ein, tut er immer) und einen Wintersalat mit dem Namen “Chinesische Keule“ ausgesät. Ich bin gespannt, was mich da erwartet. In zwei weiteren Anzuchtkästen stehen Bohnen in den Startlöchern.
Cool oder?!
Wahrscheinlich sind es wieder viel zu viele Pflanzen die ich da aufziehe, aber “Haben ist besser als brauchen.“, sagte mal wer. ;-)
Als nächstes musste ich mich zwangsläufig mit dem Thema “Bewässerung“ auseinander setzen. Sonst läuft das auch dieses Jahr wie folgt ab:
Ich ziehe die Pflanzen im Februar, März, April an und pflanze sie ein, Bewässere sie täglich und setze mich mit den Trauermücken auseinander, um dann im Sommer für drei Wochen in den Urlaub zu fahren und danach die vertrockneten Pflanzen in den Kompost zu werfen.
Ja doch, es gibt liebe Menschen die sich darum kümmern können, unsere Beete zu wässern. Aber wenn man jeden Abend zu uns latschen muss, um fünf Hochbeete und etliche andere Pflanzen zu gießen, muss da eine gewisse Leidenschaft (Leidenswillen) drin stecken, um sich das an zu tun.
Da ich das niemanden antun möchte und ich charakterlich einem gewissen Kontrollzwang unterliege, musste eine smarte Lösung her.
Die habe ich zuerst in dem teuren System von Gardena gesehen. Sieht gut und kompetent aus. Ob es das auch ist, weiß ich nicht. Wenn ich ehrlich bin, fällt es mir wirklich schwer, solche Videos zu gucken, wo das Produkt in aller Ausführlichkeit gelobt wird. #scheisseLangweilig
Zum Glück ist die Bessere Hälfte sehr kompetent in diesem smarten Bereich.
Mein Mann beschäftigt sich gerne mit Heimautomatisierung und hat in der Firma “Sonoff“ eine gute und günstigere Alternative gefunden. Wie genau er das anstellt, kann ich euch gar nicht erklären. Hier wäre es vielleicht ganz cool, wenn er darüber selbst einen Beitrag schreiben würde.
Hier findet ihr den Amazon-Link zu dem gezeigten Sonoff Zigbee Smart Water Valve. (Keine Waschmaschine, sondern Amazon Affiliate)
Bislang haben wir diese smarte Bewässerungsautomatik mit einem stinknormalen Bewässerungsschlauch von Aldi gekoppelt und in die “Home“ App des iPhones integriert.
Diesen Schlauch befestige ich die Tage noch anständig am Hochbeet. Wenn das soweit gut funktioniert, übertragen wir das System auf die anderen Hochbeete.
Vor allem im Vorgarten hätten wir kein Gardena verwenden können. Dafür, das man es uns theoretisch einfach klauen könnte, ist es einfach zu teuer.
Zu guter letzt haben Luise und ich noch ein rudimentäres Sofa im Garten aus Paletten gebaut. Kennt ihr dieses ganz einfach Tagesbett von Ikea? Mit so einem Metallgestellt darunter? Gibt es schon total lange. Das Gestell haben wir schon lange nicht mehr, aber die Matratze noch immer. Und genau die haben wir nun benutzt um uns ein Gartensofa zu bauen. Allerdings müssen wir die Matratze jeden Abend rein schleppen, weil der Bezug nicht wasserdicht ist. Vielleicht kann ich das in naher Zukunft noch ändern.
Ach so, das Hochbeet mit der Glasscheibe, ja das hat leider nicht gehalten. Es ist zwar eine Doppelverglasung, aber die innere Scheibe ist gebrochen. Scheinbar doch zu viel Druck von Innen. Schade. Ich hatte gehofft, dass die Kinder den Pflanzen beim Wachsen zuschauen können. Ich sollte zur Stabilisierung endlich mal die Leiste über dem Glas anbringen. Aber oft ist so ein Projekt wie ein Rausch: Man hat kurz total Bock drauf und dann ist es auch schon wieder vorbei.
Aber der Kohlrabi in diesem Hochbeet wächst sehr gut. Na immerhin.
Ein weiteres Hochbeet ist auch bereits aufgebaut. Da habe ich eine gute und einfache Anleitung von meiner Stiefmama bekommen. Die Anleitung dazu findet ihr auf Wurzelwerk.
Allerdings ist das Hochbeet noch ohne Pflanzen. Wenn der vorgezogene Salat soweit ist, das der dort einziehen.
Zu guter Letzt haben meine Tochter und ich aus Holzresten, einer alten, großen Palette und einer ausgedienten Matratze, noch ein Sofa für den Garten gebaut. Im Augenblick ist der Garten echt eine Riesen Baustelle. Da jetzt noch ein fancy Sofa rein zu stellen, sehe ich nicht. Aber natürlich ist es schon schön, sich zwischendurch einfach mal in die Sonne zu lümmeln. Da im Augenblick am Teich noch zwei Schuhe stehen um Holzpfosten einzulassen (nennt man die Dinger Schuhe?), konnten wir bei davon verwenden. In jeden Schuh haben wir einen Pfosten eingelassen und die mit einem Querholz verbunden. Davor haben wir die Palette abgestellt und die Matratze (eine Matratze von einer Ikea Schlafcouch) auf die Palette gelegt, mit dem Rückenteil zum Querholz. Weisst du wie ich meine? Ja geht mir auch oft so! Ich packe mal ein Bild mit in die Galerie.
und sonst so
Ein kleines aber echt schönes Nebenprojekt war die Miniatur-Fasssauna für meinen Nachbarn. Das war eine willkommene Abwechslung und hat richtig Spass gemacht. Ich bekam von ihm ein kleines Fass gereicht und musste daraus eine kleine Sauna gestalten.
Die Tür der Sauna und die kleine Aufschrift habe ich mit dem 3D Drucker erstellt. Ebenso der kleine Weidenkorb und der Schornstein. Der Rauch des Schornsteins ist Watte. Die Liege aus Holz. die kleine Leiter, die Schuhe und die beiden kleinen Flaschen, sind von Tedi. Die haben inzwischen auch außerhalb der Wichtelzeit tolle Miniaturen. Die Decke auf der Liege ist ein Stück Musselin. Das meiste habe ich mit Heißkleber verbunden. Die Tür allerdings mit einem Klettverschluss, weil in die Saune Geld gesteckt werden sollte.
Seit diesem Blogeintrag haben sich schon wieder zig Projekte angesammelt. Die kommen dann in den nächsten Beitrag und die Strickvideos sind in der Mache.
Ich geh’ jetzt mal den Teich auspumpen ;-)
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende euch.